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Stimmung der US Wirtschaft nach den Wahlen

Nach der Wahl von Joe Biden zum 46. Präsidenten der USA ist weltweit vielerorts Erleichterung zu spüren. Besonders die internationalen Handelspartner erhoffen sich eine Rückkehr zu Verlässlichkeit, Partnerschaft, Sachlichkeit und neues Vertrauen in transatlantische Bündnisse. Auch innenpolitisch wird sich die Wahl Joe Bidens positiv auswirken, wenn die Turbulenzen bis zu seiner Amtseinführung beigelegt sind und sich die neue Regierung mit ganzer Kraft den anstehenden Aufgaben widmen kann.

Nach dem durch die Covid-19 Pandemie hervorgerufenen globalen Wirtschaftseinbruch im März 2020 haben die im S&P 500 Marktindex notierten Unternehmen fast wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Die US-Wirtschaft und die Konsumenten haben sich nach dem ersten Schock schnell auf die neue Situation eingestellt. Dem Einbruch von 9% des BIP im März steht im dritten Quartal 2020 ein Anstieg von 7,4% gegenüber (1). Billionenschwere Steuersenkungen für Unternehmen und Corona-Hilfspakete unter Trump bis September 2020 führten zu einem Boom der Wirtschaft.

Mit einem weiteren 2 Billionen US$ schweren Konjunkturpaket will die Regierung Biden diesen Aufwärtstrend weiter fortsetzen. Diese enorme Summe stellt knapp 10% des auf ca. 21 Billionen US$ geschätzten BIP für das Jahr 2020 dar (2) und sollte somit genügend Potential für einen weiteren Aufschwung der Konjunktur mit sich bringen. Die vorrangigen Investitionen werden in das Gesundheitswesen, die Infrastruktur, Bildung sowie Umwelt- und Klimaschutz fließen, sodaß hier mit einer Vielzahl an neuen Arbeitsplätzen zu rechnen ist. Selbst wenn dies, wie aus Sicht der Analysten von Morgan Stanley beschrieben (3), über eine Erhöhung der Unternehmenssteuer u.a. gegenfinanziert werden sollte, werden die Unternehmen durch steigendes Konsumverhalten auf Grund abnehmender Arbeitslosenzahlen langfristig davon profitieren.

Auch bei den Handelsstreitigkeiten mit der EU und China ist mit moderateren Tönen und bilateralen Lösungen zu rechnen. Das neue asiatisch-pazifische Freihandelsabkommen“RCEP“ dürfte Grund genug sein die bestehenden Streitigkeiten mit den Handelspartnern beizulegen bzw.  den bestehenden Abkommen wieder beizutreten, um eine Isolation der USA zu vermeiden.

Wenn sich die innenpolitischen Turbulenzen nach der Amtseinführung von Joe Biden im Januar 2021 abschwächen, ist mit einer Rückkehr zu einer sachlichen und konstruktiven Arbeit im Kongress zu rechnen, um die „v“-förmige Erholung der US-Wirtschaft dank der bisherigen Hilfspakete nicht zu unterbrechen. Auch die Notwendigkeit zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie zum Schutz jedes Einzelnen und der Nation dürfte mittlerweile alle sozialen Schichten und politischen Lager durchdrungen haben. Denn eines ist allen Parteien gemein: „we are the United States of America. And there’s nothing we can’t do , if we do it together (4)“.

(1) https://www.handelsblatt.com/politik/international/wirtschaftswachstum-us-wachstum-rekordzahlen-mit-schoenheitsfehler-/26571720.html

(2) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14418/umfrage/bruttoinlandsprodukt-in-den-usa/

(3) https://www.morganstanley.com/ideas/2020-election-forecast-market-outlook

(4) https://www.fox13news.com/news/in-their-own-words-joe-biden-donald-trump-issue-statements-after-race-is-called